was ist jugger

Jugger ist eine anerkannte Mannschaftssportart. Eine Mannschaft besteht aus fünf Spielern, 4 "Pompfer", die jeweils eine sogenannte „Pompfe“ mit sich führen (z. B. Kurzpompfe, Stab, Q-Tip, Kette …) und einem Läufer. Pro Mannschaft darf nur ein „Kettenspieler“ auf das Feld. Die gegnerische Mannschaft versucht diesem Spieler jeweils einen Spieler mit z.B. einem sog. „Q-Tip“ gegenüberzustellen, um damit die große Reichweite der Kette abfangen zu können.

Die Zeitmessung erfolgt beim „modernen Jugger“ mit Hilfe von Trommelschlägen, welche Steine genannt werden. Diese Messung hat ihren Ursprung in dem Film „Die Jugger – Kampf der Besten“, aus dem diese Sportart entstanden ist. Dort erfolgt die Zeitmessung mit Hilfe von Steinen, die in regelmäßigen Abständen gegen eine Blechscheibe geworfen werden, aufgeteilt in zwei Halbzeiten à hundert Steine. Oft werden Finalspiele auch über eine Zeit von drei mal hundert Steinen gespielt. Ziel des Spieles ist es, den sogenannten „Jugg“ möglichst häufig ins gegnerische „Mal“ zu bringen.

Zu Beginn jeder Spielrunde wird der „Jugg“ in der Mitte des Spielfeldes platziert, während sich die Mannschaft an der Grundlinie aufstellt, immer mit dem Läufer in der Mitte.


Der „Jugg“ darf nur vom Läufer zum gegnerischen Mal getragen werden. Die Mitspieler dürfen dem Läufer allerdings mit Hilfe ihrer „Pompfen“ den „Jugg“ zuspielen. Darüber hinaus versuchen die „Pompfer“, ihrem Läufer den Weg frei zu machen, indem sie die Gegner mit Hilfe der verschiedenen „Pompfen“ abtreffen. Dann nämlich müssen die gegnerischen Spieler sich sofort für eine gewisse Zeit hinknien (bei einem Treffer mit einer „Kette“ über einen Zeitraum von 8 Steinen/Trommelschlägen, bei allen anderen „Pompfen“ über einen Zeitraum von 5 Steinen/Trommelschlägen). Da der Läufer selbst sich nur durch weglaufen verteidigen kann, ist er sehr auf seine Teamkameraden angewiesen. Wird der Läufer mit dem „Jugg“ in der Hand getroffen, muss er diesen freigeben; kann ihn aber wahlweise ablegen oder auch werfen. Kann der Läufer den „Jugg“ im gegnerischen Mal platzieren, bekommt seine Mannschaft einen Punkt und es wird von der Grundlinie aus eine nächste Spielrunde gestartet.

Jugger ist also ein unglaublich dynamisches Spiel, in dem Teamwork von extrem großer Bedeutung ist. Das Spielfeld sollte eine gleichmäßige Ebene ohne Gefälle darstellen. Es sollte kein harter Untergrund gewählt werden, wenn ohne Schutz für Knie und Ellenbogen gespielt wird. Eine einfache Rasenfläche ohne viel Bewuchs hat sich als optimaler Spielgrund bewährt. Das Spielfeld wird mit Linien abgegrenzt. Jeder Turnierausrichter kann selbst entscheiden, ob ein Betreten der Linien als außerhalb des Spielfeldes zählt oder nicht.

Die Form des Spielfeldes entspricht einem Rechteck mit abgeschnittenen Ecken. Insgesamt beträgt die Länge 40 Meter, wobei die Seitenlinien 30 Meter lang sind. Die Breite des Spielfeldes beträgt 20 Meter, wobei die Grundlinien, von denen gestartet wird, aufgrund der abgeschnittenen Ecken nur 10 Meter betragen. Der Mittelpunkt des Spielfeldes ist markiert, auf welchen der Spielball vom Hauptschiedsrichter zu Beginn jeder Spielrunde und nach jeder Spielunterbrechung gelegt wird.